Kaffeekanne

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Die Kaffeekrise in Nicaragua

Nicaraguas Kaffeeproduktion musste sich Anfang der 90er-Jahre von den Folgen des Contra-Krieges erholen. Die Produktion stieg wieder auf das frühere Niveau. Seit dem Beginn der Kaffeekrise war die Mehrheit der nicaraguanischen Produzenten überschuldet. Wegen der niedrigen Ernteerlöse wurden über 90 % der auf den Kaffeefincas beschäftigten LandarbeiterInnen entlassen. Sie verloren damit nicht nur den Lebensunterhalt, sondern auch ihre Unterkunft und lebten nun unter elenden Bedingungen am Rand der Städte und Dörfer. Die wenigen auf den Fincas verbliebenen ArbeiterInnen erhielten als Lohn oft nicht einmal die für ihre Versorgung ausreichenden Lebensmittel. Immer wieder starben Kindern und älteren Menschen vor Hunger.
Immer mehr Kleinbauern gaben ihr Land auf, weil ihnen eine wirtschaftlich tragfähige Perspektive fehlte. Die meisten wanderten in die Städte oder ins Ausland ab. Dazu kommen die Pfändungen wegen Überschuldung. Nach Berichten vom August 2002 standen über 650 kleine und mittlere Kaffeebauern vor der Pfändung ihres Landes.

Das folgende Schaubild zeigt die Entwicklung der Kaffeeexporte Nicaraguas:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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